Basisdaten
Modultitel deutsch: Religion trifft Politik. Minderheiten im Nahen Osten
Startsemester: SS 2018
Endsemester: SS 2018
ECTS Credits: 5
Anmeldeverfahren
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Inhalt
Deutsch: Teil 1: Der Nahe Osten und seine Minderheiten. Historische, religiöse und gegenwärtige Hintergründe (Seminar), SoSe 2018, dienstags, 16-20 Uhr, Termine: 10.04., 17.04., 24.04., 08.05., Raum wird noch bekannt gegeben

Teil 2: Religion – Politik – Minderheiten. Diskurse und Meinungen (Ringvorlesung), SoSe 2018, dienstags, 16-20 Uhr, 15.05., 29.05., 5.06., 11.06., 19.06., 26.06., 03.07, 10.07., Raum wird noch bekannt gegeben

Teil 3: In Auseinandersetzung mit Religion, Politik und Minderheiten. Think Tank mit abschließendem Workshop, SoSe 2018, Projekterarbeitung im Team mit abschließender Posterpräsentation (Ende September), halbtägig (4 Stunden)

Im Nahen Osten findet sich eine einzigartige ethno-religiöse Vielfalt. Das Inititativprojekt „Religion trifft Politik. Minderheiten im Nahen Osten“ will Studierenden verschiedener Fachrichtungen vor allem auch die gegenwärtige Situation dieser Minderheiten/Vielfalt nahe bringen. Dabei können sich Studierende zunächst grundlegendes Hintergrundwissen zum historischen, politischen und religiösen Kontext aneignen, um dann von Expertinnen und Experten aus der Region selbst, aber auch aus Deutschland vertiefende Analysen zu hören und diese mit ihnen intensiv zu diskutieren. Dieser Think Tank findet in Gestalt einer Posterpräsentation einen Abschluss, bei der eigene Fragen und Themenkomplexe innovativ weitergedacht und diskutiert werden können.

Teil 1:

Im Seminar eignen sich die Studierenden Hintergrundwissen zum historischen, politischen und religiösen Kontext an. Hierzu sind vier Sitzungen vorgesehen, in denen die historischen Zusammenhänge, die religiöse Vielfalt und Koexistenz und die gegenwärtige Situation im Nahen Osten Gegenstand sein werden. Dafür werden in einem Onlinekurs weiterführende Materialien in Form von Fachliteratur, journalistischen Berichten und Online-Ressourcen zur Verfügung gestellt.

Während dieser Sitzungen sollen sich Projektgruppen zusammenfinden, die ein bestimmtes Thema über das Semester eingehender bearbeiten. Erste Themenbereiche sind am Ende der Seminareinheit zu generieren und aufgrund der Vorträge dann später zu vertiefen. Die Ergebnisse werden im Teil 3 vorgestellt.

Teil 2:

Im zweiten Teil werden Experten und Expertinnen aus Religion, Politik und Gesellschaft aus dem In- und Ausland Einblicke und Perspektiven auf die Situation vor Ort bieten. Die Studierenden werden Gelegenheit haben, nach den Vorträgen mit den Referierenden und miteinander ins Gespräch zu kommen. Folgende Vortragsthemen sind geplant:

1. Die politische Großwetterlage zwischen Euphrat und Tigris – Eine journalistische Perspektive

2. Europäische Perspektiven im Konflikt zwischen IS, Kurden und den Minderheiten – Mit den Augen einer Abgeordneten der EU im Nordirak

3. Einblicke in das Leben der Minderheiten vor Ort. Die christliche Minderheit – Mit einem Priester im Gespräch

4. Einblicke in das Leben der Minderheiten vor Ort. Jesidische Stimmen – Fluchtwege und Fluchtgeschichten

5. Hilfe vor Ort – Einblicke in die Arbeit einer NGO im Nordirak – Ein Leiter einer NGO berichtet von seiner Arbeit

6. Braucht der Islam eine Reform? 40 Thesen – Ein reflektiertes Votum

7. Religiöse Koexistenz im Libanon und in Syrien – Systematische Erwägungen

8. Podiumsdiskussion „Minderheiten im Nahen Osten“

Teil 3: Dieser Teil umfasst die Erarbeitungsphase der verschiedenen Projektgruppen, die bis September Zeit haben, eigenständig ihre Themen zu vertiefen. In dieser Zeit sind die Themen der Ringvorlesung zu reflektieren und mit Hilfe von Literatur in Hinsicht auf ihr Thema weiterführend zu bearbeiten. Zum Abschluss sollen die Studierenden die in Gruppen erarbeiteten Ergebnisse im Rahmen einer Poster-Präsentation festhalten.

Lernziele
Die Studierenden können neben einem soliden Wissenserwerb über Religion und Politik bezüglich der Minderheiten in Nahost einen konstruktiv-kritischen Blick auf diese Zusammenhänge gewinnen. Das ermöglicht Diskursfähigkeit. Neben diesen Kernkompetenzen universitären Lernens ist es darüber hinaus das Ziel, dass die Studierenden in der Lage sind, eigene Projekte im Nachgang des Seminars und der Ringvorlesung zu konzipieren und zu durchdenken. Das fördert nicht nur die innovative konzeptionelle Arbeit, sondern auch das selbstständige Erlernen von Projektplanung und –durchführung. Damit gehen die Kompetenzen, angemessene Projektwerkzeuge auszuwählen, soziale Kompetenzen im Team, Analyse von Arbeitspräferenzen, Konflikt- und Problemlösungskompetenz, Präsentations- und Berichtskompetenz, einher.
Voraussetzungen
Das Modul eignet sich für interessierte Studierende aller Fächer ab dem dritten Semester. Dieses ist auf 25 Teilnehmende beschränkt. Es erfordert keine speziellen Vorkenntnisse. Interesse an den Themen Religion, Politik und Geschichte im Rahmen des Nahen Ostens, sich in das Seminar konstruktiv einzubringen und selbstständig an einem gemeinsamen Projekt mit anderen Studierenden zu arbeiten, wird vorausgesetzt. Der Kurs setzt die Bereitschaft zur Lektüre von deutschen und englischen Texten voraus.
Vorkenntnisse
Es werden keine besonderen Vorkenntnisse vorausgesetzt.
Literatur
Tamcke, Martin, Christen in der islamischen Welt. Von Mohammed bis zur Gegenwart, München 2008.

O'Mahony, Anthony, Loosley, Emma, Eastern Christianity in the Modern Middle East (Culture and Civilization in the Middle East), London 2010.

Lee, Robert Deemer, Religion and Politics in the Middle East. Identity, Ideology, Institutions and Attitudes, Boulder, CO 22014.

Weiterführende Literatur wird im Laufe des Moduls bekannt gegeben.

Besonderheiten
TN-Plätze: 15 von 25 für den Optionalbereich

Studierende der evangelischen Theologie können das Modul belegen, jedoch keine Kreditpunkte im Optionalbereich erwerben.

Termin der ersten Sitzung: 10.04.2018, 16 c.t., Raum wird noch bekannt gegeben

Anmeldung über religiontrifftpolitik@rub.de: bitte mit kurzer Angabe der Matrikelnummer, der Studienfächer und des persönlichen Interesses bis zum 06. April 2018

Die Endnote setzt sich aus einer kleinen schriftlichen Rückmeldung zu einem der Vorträge (ca. 1 Seite) und der Projektarbeit, die am Ende des Semesters vorgestellt wird, zusammen.

  1. Termin letzte Semesterwoche, 2. Termin letzte Woche im September
Arbeitsaufwand
Regelmäßige Vor- und Nachbereitung, aktive Teilnahme und Mitarbeit. Zu den Anwesenheitszeiten im Seminar und zu den Vorträgen, kommt die Eigenarbeitszeit zur Projekterarbeitung. Hierzu gehört auch eine obligatorische Sprechstunde zur Projektbesprechung; abschließend die Vorstellung der Ergebnisse der Projektarbeit.
Veranstaltungen
Aufklappen SS 2018
Modul-Typen
G4 Basismodul "Politik und Religion", Optionalbereich, PO-Version: -1

Prüfungen

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